NJG12-16
1931
Jungpaläozoische fossilien im Oslogebiete. Eine vorläufige mitteilung.
12
1, 2, 3, 4
323-340

In mehreren in neuester Zeit erschienenen Arbeiten ist die Frage von dem geologischen Alter der Faltung im Oslogebiete diskutiert worden. H. Rosendahl spricht in einer Abhandlung (siehe Literaturliste) über die Rhombenporphyr-Sandsteinserie im Brumundtalgebiete (östlich vom nördlichen Teil des Mjösensees) die Ansicht aus, daß neben älteren Faltungen eine starke Faltung nach dem Erguß der Rhombenporphyrlaven der genannten Gegend stattgefunden hat ( 1929, S. 440), während Karl Rode (1930), auf Grund von Untersuchungen an der Ostseite des Tyrifjords und des weiter südlich belegenen Liertals sich der alten KJerulf'schen Auffassung anschließt, daß die Deckenergüsse, mit ihrer Konglomeratunterlage (meistens aus Quarzkonglomerat bestehend), ungefaltet und diskordant auf der älteren, altpaläozoischen Schichtfolge von zuunterst marinen Schiefern und Kalksteinen, zuoberst rotem und grauem Sandstein (dessen Alter jetzt, nach J. Kiær's Fund von Fossilien, als downtonisch angegeben werden kann) liegen. Ganz neulich ist dann eine Arbeit von W. C. Brøgger gedruckt worden (bisher nur in Sonderabdrücken erschienen), wo er (1931, S. 337), u. a. auf Untersuchungen in 1912 hinweisend, derselben Ansicht (von der er in einem älteren Werke ( 1890, S. 95-96) Abstand genommen hatte) beistimmt.

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