NGT42-II-11
1962
Ueber die Kryptoperthitische Albit-Ausscheidung im Mikroklin- perthiten
42-II
180-192

Forelesninger holdt ved Advanced Study Institute of Feldspar - Oslo 1962
Lectures held at Advanced Study Institute of Feldspar - Oslo 1962

Bekanntlich ist Mikroklirr die Tieftemperaturform des Kalifeldspates (KAlSi3O8). In der Natur tritt er meist mit Albitschnüren durchwachsen auf. Wir definieren Perthit als eine Verwachsung von K-Feldspat und Na-Feldspat, wobei optisch bzw. röntgenographisch Orientierungsbeziehungen zwischen Kalifeldspat und Na-Feldspat festgestellt werden können, welche offenbar nicht >>zufällig<< sind. Laves (1950, 1952) machte es wahrscheinlich, dass die meisten Mikrokline aus ursprünglich monoklinem K-reichem Alkalifeldspat entstanden sind. Diese ursprüngliche Symmetrie lässt sich bei fast allen Mikroklinen an der Weise ihrer Verzwillingung erkennen. Es erschien interessant, zu untersuchen, ob bezüglich der Orientierung des perthitischen Albits zum Mikroklin Gesetzmässigkeiten beobachtbar sind. Diese könnten Aufschluss geben über die Genese bzw. den entmischungsvorgang in Zusammenhang mit der Mikroklinbildung. Es wurden daher von Laves und Soldatos (1962) Mikroklinperthite aus fast allen Erdteilen optisch und röntgenographisch untersucht, um einen Ueberblick über auftretende Orientierungsbeziehungen zwischen Mikroklin und perthitischem Albit zu bekommen. Das Hauptinteresse galt dem Kryptoperthit, jedoch wurden auch die Orientierungsbeziehungen in Mikro- und Makroperthit röntgenographisch untersucht.
Im folgenden wird über die Hauptergebnisse der Untersuchungen von Laves und Soldatos (1962, 1962a) berichtet. Eine ausführlichere Beschreibung des Untersuchungsmaterials und der Messergehnisse soll in der Z. Krist. publiziert werden.

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